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Radó

 
     
 
Sándor, 1890–1972, ungarischer Psychoanalytiker. Studium der Philosophie und der Medizin, 1911 Promotion zum Dr. phil. und 1915 zum Dr. med. an der Universität Budapest. Anfang der 20er Jahre ging Radó nach Berlin und machte eine Lehranalyse bei Karl Abraham. 1923–1930 gehörte er dem Lehrkörper des Berliner Psychoanalytischen Instituts an und 1924–1930 dem Unterrichtsausschuß der Psychoanalytischen Gesellschaft. Gleichzeitig war er verantwortlicher Redakteur der Zeitschriften Imago und Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse. 1930 emigrierte er in die USA und wurde Leiter des Lehrbetriebs des Psychoanalytischen Instituts in New York. Er bemühte sich um die Etablierung der Psychoanalyse an der Columbia University und leitete dort 1944–1955 die Ausbildung am Psychoanalytischen Institut. Radó widmete sich insbesondere der Untersuchung der Depression und des Drogenmißbrauchs. Seine biologische Orientierung trat nach der Emigration immer deutlicher hervor, so etwa in seinen innerhalb der psychoanalytischen Bewegung umstrittenen Bemühungen, Sinnesphysiologie und Psychoanalyse zu integrieren. Seine Vorlesungen der Jahre 1957–1963 wurden 1965 von G. E. Daniels unter dem Titel New Perspectives in Psychoanalysis herausgegeben.


 
     
 
 
     
 
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