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Psychologie Lexikon

 
     
 

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Psychologie-Lexikon

Als-ob-Spiel, auch: Symbolspiel, Spielhandlung, in der die Handlung von der üblichen Realität abhebt. Im Spiel wird also eine andere Realität konstruiert, wobei es sich um eine solitäre (Als-ob-Spiel) oder eine gemeinsam vereinbarte Realitätkonstruktion (Rollenspiel) handeln kann. Im Spiel lebt der Akteur gewissermaßen in einer anderen Welt. In der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres tritt dann das in der Psychologie am ausgiebigsten untersuchte Spielverhalten, nämlich das Als-ob-Spiel auf.

 

 
  Die vegetative Dystonie ist ein verbreitetes, ungenau bestimmtes Krankheitsbild, das auch vegetative Neurose, vegetative Dysfunktion und gelegentlich larvierte (maskierte) . Depression genannt wird. Die Kranken beklagen vielgestaltige Störungen der vom Vegetativum (den nicht der bewußten Kontrolle unterliegenden Köpernerven) gesteuerten Aufgaben des Leibes: Durchfälle oder Verstopfung, Magenschmerzen, Kreislaufstörungen, Atembeschwerden, unklare Schmerzzustände, Schlaflosigkeit oder dauernde Müdigkeit. Körperliche Schäden oder Ansteckung durch Krankheitserreger sind nicht nachweisbar. >>> vegetative Dystonie  
     
  Archetypen sind Urmuster, nach C. G. Jung Inhalte des »kollektiven Unbewußten«, die bildhaft vorgestellt werden. Solche Urbilder sind u. a. der Drache, die Schlange, der strahlende Held, der böse Geist, die dienstbare Magd, die grausame Amazone. Zu ihnen gehören also auch die verschiedenen Vorstellungen vom Gegengeschlecht, die als Anima und Animus bezeichnet werden. Ein besonders wichtiger Archetyp ist das »Mandala«, ein symmetrisches Zeichen als Symbol der Ganzheit. Der Begriff »Mandala« stammt aus der indischen Tradition, das Wort bedeutet im Sanskrit »Kreis«. Auch alle anderen Archetypen gehen auf alte Vorstellungen zurück, die sich in den verschiedensten Kulturkreisen unabhängig voneinander entwickelt haben. Sie entsprechen typischen Menschheitserfahrungen. Auch in der Psychoanalyse Freuds, dem sein ehemaliger Schüler Jung abweichende Lehren entgegensetzte, spiegelt sich die Bedeutung solcher Menschheits-Zeichen, der Symbole, die geradezu als Reste einer allgemeinen Ursprache aufgefaßt werden. >>> Archetypen.  
     
  Behaviorismus ist eine Verhaltenslehre (von engl. behavior = Benehmen, Verhalten). Der Behaviorismus geht auf Anregung des amerikanischen Philosophen William James (t 1910) und seine Lehre des »Pragmatismus« zurück. Er wurde entscheidend entwickelt von dem amerikanischen Psychologen John B. Watson (ab 1914). Die Lehre berührt sich mit der Reflexforschung, wie sie vor allem die Russen Iwan P. Pawlow und Bechterew vortrugen. Spätere Entwicklungen wurden stark durch die Tierpsychologie beeinflußt, wie etwa der Amerikaner B. F. Skinner und der Deutsche Konrad Lorenz sie betreiben. In den Vereinigten Staaten herrscht heute eine Auffassung vor, in der sich Vorstellungen des Behaviorismus mit Elementen der Tiefenpsychologie mischen. In seiner ursprünglichen Form läßt der Behaviorismus nur die unmittelbare Beobachtung des meßbaren Verhaltens gelten. Jede Interpretation oder Deutung lehnt er als unwissenschaftlich ab. Damit entfällt auch die Introspektion, die Selbsterforschung, die eine der Grundlagen jeder verstehenden Psychologie ist. >>> Behaviorismus.  
     
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