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Bekenntnis

 
     
   
ist nicht immer eine Beichte, ein Schuldgeständnis; es kann auch eine stolze Aussage über das sein, was jemand – vielleicht gegen die allgemeine Auffassung – für richtig hält, ein »Glaubensbekenntnis«. Bekenntnisse werden oft schriftlich niedergelegt, in einem Tagebuch, in Briefen an Vertraute oder auch gerade an ganz Fernstehende, vielleicht gar an die »Kummerspalte« einer Zeitung, oder auch in einer Autobiographie. Immer sollen sie dazu verhelfen, die eigene Lebenssituation zu klären. Oft wird darin die eigene Wichtigkeit betont. Aber selbst wenn eine Autobiographie, wie die »Konfessionen« des Jean Jacques Rousseau, Geständnisse von Verfehlungen enthält, kann sie als Zeugnis eines Stolzes gelten, des Stolzes über eine rebellische Haltung und über den Bekennermut. Die meisten Autobiographien enthalten wenig über das intime Leben; insofern stellte das Werk Rousseaus einen Durchbruch in Neuland dar. Als verschlüsselte Selbstbekenntnisse sind viele Werke der Literatur zu verstehen, besonders die sogenannten »Bildungsromane« in der Art des »Wilhelm Meister« (Goethe), des »David Copperfield« (Dickens), oder des »Johann Christoph« (Romain Rolland). Auch im Werk Freuds, besonders in der »Traumdeutung« und in dem Buch über die Fehlleistungen, finden sich viele autobiographische Züge und Bekenntnisse.
 
     
 
 
 
     
 
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