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Bindungsforschung

 
     
   
Bindungsforschung, zielt darauf ab, Methoden zur Erfassung der Bindungsqualität bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu entwickeln und die Hypothesen der Bindungstheorie zu untersuchen (Bindung). Die am häufigsten eingesetzte Methode in der Bindungsforschung ist der Fremde-Situations-Test, der von Mary Ainsworth entwickelt wurde. Dieses Verfahren wird bei 12- und 18-Monaten alten Kindern angewendet, um die Qualität der Bindung des Kindes zu seiner Mutter oder seinem Vater zu messen. Im Fremde-Situations-Test zeigt ein Kind bei der Wiedervereinigung nach kurzer Trennung von seiner Bindungsperson ein je charakteristisches Verhaltensmuster. Dieses Verhaltensmuster läßt sich den Kategorien sichere oder unsicher-vermeidende oder unsicher-ambivalente Bindungsqualität zuordnen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen wird das internale Arbeitsmodell am häufigsten mit Hilfe des sogenannten Adult-Attachment-Interviews erfaßt. Die Ergebnisse der Bindungsforschung zeigen, daß die zentrale Annahme einer hohen Stabilität von Bindungsqualität nur dann Gültigkeit hat, wenn die Lebensbedingungen eines Menschen stabil bleiben. Einschneidende, das Beziehungsgefüge verändernde, positive wie negative Lebensereignisse (Life-Events), können nachhaltige Auswirkungen auf das internale Arbeitsmodell haben.

Literatur

Bowlby, J. (1975). Bindung. München: Kindler.
 
     
 
 
 
     
 
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