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psychologisches Debriefing

 
     
 
Methode der Notfallpsychologie, unterstützt die Verarbeitung eines isolierten traumatischen Erlebnisses in einem Zeitfenster von 1-2 Tagen bis etwa 2-3 Wochen nach der traumatischen Situation. Es ist hauptsächlich für sekundär Traumatisierte hilfreich, wie etwa für Rettungskräfte, Polizisten u.a. und benötigt 2-4 Stunden. Es kann durchaus auch bei Personen mit prä- und peritraumatischen Risikofaktoren durchgeführt werden, wenn der durchführende Notfallpsychologe praxiserfahren im verantwortlichen Umgang mit psychischen Traumatisierungen ist. Das Psychologische Debriefing kann einzeln oder in Gruppen bis zu acht Personen durchgeführt werden. Ein Gruppendebriefing ist dann hilfreich und sinnvoll, wenn alle Beteiligten das gleiche belastende Ereignis erlebt haben. Es hat die Form eines strukturierten Dialogs, in dem mit psychologischen Methoden auf die Abspeicherbedingungen des Erlebten so Einfluß genommen wird, daß bewältigende Verarbeitungsprozesse gefördert und Fehlverarbeitungen vorgebeugt werden. Es handelt sich daher weitgehend um psychologische Ressourcenarbeit. Zugleich wird eine Screeningdiagnostik durchgeführt, deren Ziel es ist, Frühwarnzeichen für die Ausbildung einer späteren posttraumatischen Belastungsstörung zu entdecken und die nötigen weiteren Maßnahmen auf eine sensible und vorsichtige Art einzuleiten. Ein Psychologisches Debriefing mit einem so verstandenen fachlichen Anspruch kann nur von eigens dafür qualifizierten Notfallpsychologen geleitet werden. Es ist vorteilhaft, einen ausgebildeten Peer als Co-Debriefer einzusetzen. Oftmals verfügt er über genaue Kenntnisse der Arbeitsbedingungen und Infrastruktur seiner Institution bzw. Organisation, ist als Interner den Kollegen bekannt und erfreut sich einer hohen Akzeptanz bei seinen Kollegen und dem Führungspersonal.


 
     
 
 
     
 
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