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QWERTZ-Phänomen

 
     
   
benannt nach der Buchstabefolge Q, W, E, R, T, Z auf der Schreibmaschinentastatur. Für diese Anordnung gibt es eine historische Erklärung, die mit den technischen Problemen aus der ersten Zeit nach Einführung der Schreibmaschine zusammenhing. Das sich die Tasten damals noch häufig verklemmten, wurden die häufig hintereinander gebrauchten Tasten in der Anordnung voneinander getrennt, um das Problem zu verringern. Mit dem technischen Fortschritt ließ sich das Problem des Verklemmens beseitigen – die Schreibmaschinen von heute besitzen diese QWERTZ-Anordnung hingegen immer noch. Heute vorgebrachte Rechtfertigungen für die noch bestehende Anordnung haben keine rationale Grundlage, sondern veranschaulichen einen sozialen Prozeß der Mythenbildung. Dadurch ist es möglich, "bei jedem System eine Rechtfertigung für Primitivität" zu finden. Dieser Widerstand gegen Veränderungen ("Es kann nicht sein, was nicht sein darf") verweist darauf, daß trotz Erkenntnisfortschritt an überholten Techniken oder Maßnahmen festgehalten wird (Widerstand gegen Veränderungen, Innovationen).

Literatur

Ulich, E. (94). Arbeitspsychologie (3. Aufl.). Stuttgart: Poeschel.


 
     
 
 
 
     
 
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