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Gruppendiskussion

 
     
   
1) Vergleichsweise selten angewendete empirische Forschungsmethode. In ihr wird eine durch den Forscher zusammengestellte Gruppe von Personen gebeten, über ein festgelegtes Thema unter Betreuung eines der Gruppe nicht angehörigen Diskussionsleiters zu diskutieren. Neben Vorteilen der Gruppendiskussion (dem Alltag ähnliche Erhebungssituation mit Aktualisierung tieferliegender Meinungen, spontanen Reaktionen, dynamischem Bild vom einzelnen Gruppenteilnehmer) hat die Gruppendiskussion auch Nachteile: unvollständige Datenmatrix aufgrund unterschiedlicher Beteiligung am Gespräch, hohe "Schweiger"-Quote, soziale und sprachliche Barrieren, Einfluß gruppendynamischer Gesetzmäßigkeiten auf den Verlauf, unkontrollierbare Eingriffe des Diskussionsleiters. 2) stellt den Ursprung des Assessment Centers (AC) dar, die allerdings wie keine andere Übung des AC zu dessen Qualitätsverfall beigetragen hat. Probleme der Gruppendiskussion bzw. Gruppenübung im AC sind a) Hypothesenbildung der Kandidaten, was von ihnen erwartet wird, wodurch sie möglicherweise ein passives, entgegen ihrem eigentlichen dominanten, Verhalten zeigen. b) Geringe Reliabilität der Gruppenübung: Die Leistung des einzelnen ist stark vom zufälligen Kontext der anderen Kandidaten abhängig.


 
     
 
 
 
     
 
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