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Neandertaler

 
     
   
Zwischenetappe der Menschwerdung, deren Wurzeln man 200.000 Jahre zurückverfolgen kann. Sie hatten ein langgezogenes Hinterhaupt, eine fliehende Stirn, hohe Oberaugenwülste und einen langgezogenen Nasen-Rachenraum. Ihr Lebensraum reichte von der europäischen Atlantikküste bis in die Uralregion und in Gebiete noch östlich des kaspischen Meeres. Während der langen Winter lebten sie zumeist auf den Dauerfrostböden der Eiszeit. Man könnte sagen, daß sie eine Züchtung der Natur für eiszeitliche Klimaverhältnisse waren. Der langgezogene Nasen-Rachenraum weist auf solche adaptive Prozesse hin. Er erwärmt die Atemluft und hält die eisige Kaltluft vor den Lungenflügeln auf. Genetisch ist mittlerweile gesichert, daß sie keine Vorstufe zur Menschwerdung hin waren, was schon lange unter Anthropologen vermutet wurde, aber eben strittig war. Ihre Werkzeuge waren fein zugeschlagene Handäxte, randbearbeitete Schaber, klingenscharfe Blattränder. Aber: Es waren noch keine kombinatorisch konstruierten Werkzeuge. Die treten erst mit den Neumenschen vom Cro-Magnon-Typ auf (Evolutionspsychologie).


 
     
 
 
 
     
 
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