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Optische Täuschung

 
     
   
Durch den Gestaltcharakter der Wahrnehmung (Gestaltpsychologie) bedingte, physikalisch «falsche» Wahrnehmung bestimmter Reize. Sie bietet gute Belege für die aktive Verarbeitung der Umwelt durch Auge und Gehirn. Bei diesem Zeichen erscheint jedem Betrachter die linke Strecke länger als die rechte, obwohl beide gleich lang sind. Unser Wahrnehmungsapparat verwertet eben nicht nur Einzelreize, sondern die gesamte Gestalt. Diese Prozesse der Gestalterfassung sind an den häufigsten Fällen der Wahrnehmung orientiert und zielen darauf ab, ein möglichst beständiges, der Orientierung dienendes Bild der Umwelt zu verschaffen. Die optischen Täuschungen (s. S. 142f.) zeigen, daß das gelegentlich auf Kosten der spiegelbildlichen, genauen Erfassung von Einzelheiten geht.
 
     
 
 
 
     
 
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