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Sensationssuche

 
     
   
Verhaltenstendenz, neue, komplexe und intensive Eindrücke aufzusuchen und hierfür Risiken auf sich zu nehmen Jüngere Männer neigen verstärkt dazu Risiken aufzusuchen, Gefahren zu ignorieren und sich in ihren Kontrollfähigkeiten und Kompetenzen zu überschätzen. Diese Bereitschaft nimmt mit der Elternschaft ab und steigt in reiferen Jahren wieder an. Insgesamt zeigen sich bei Frauen und Männern ähnliche Tendenzen und Entwicklungen, was zum Beispiel im Flow-Konzept (nach Cszikszentmihalyi ein intensives Flußerleben im völligen Aufgehen in einer Tätigkeit, die eine optimale Herausforderung für die gegebenen Fähigkeiten darstellt) beschrieben wird. Allerdings zeigen Frauen eine deutlich niedrigere Bereitschaft, physische Risiken einzugehen, was dadurch untermauert wird, daß z.B. über 90% der Gefängnisinsassen und Soldaten Männer sind, ebenso wie diese deutlich mehr an tödlichen Unfällen beteiligt sind als Frauen. Personen mit einer Sensationssuche-Tendenz sind impulsiv, spontan und offen; sie haben ein hohes Aktivitätsniveau, gering ausgeprägtes Planungsverhalten und wenig Toleranz für Monotonie. Die Sensationssuche wird mit dem limbischen Belohnungssystem und mit biochemischen Prozessen (mit einer stark genetischen Komponente) in Verbindung gebracht. Sie spielt als Determinante der Fernsehnutzung (Programmpräferenz, Zapping) eine bedeutsame Rolle.


 
     
 
 
 
     
 
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