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Tätigkeit

 
     
   
übergeordnete Verhaltenseinheit, die ganze Handlungsketten und deren Komponenten (Teilhandlungen oder Operationen) umfaßt. Tätigkeiten verfolgen ein ”Oberziel”, das – insbesondere im Arbeitsprozeß – als ”Quasibedürfnis” ein Motiv vertritt. Die Tätigkeiten werden in Handlungen verwirklicht. Der Tätigkeitsbegriff kann somit als Oberbegriff verstanden werden, wenn Handlungen (durch Ziele) abgegrenzte Einheiten von Tätigkeiten bezeichnen. Zu unterscheiden sind antriebsunmittelbare und antriebsmittelbare Tätigkeiten bzw. Handlungen. Bei antriebsunmittelbaren, beispielsweise affektiven, impulsiven oder reflektorischen Handlungen geht der Antriebsimpuls (z.B. Affekt) unmittelbar, d.h. ohne Handlungsvorbereitungsphase, in die Handlungsausführung über. Dagegen ist bei den im Alltag vorherrschenden antriebsmittelbaren Handlungen zwischen Antrieb und Handlungsausführung eine Vorbereitungsphase zwischengeschaltet, die insbesondere der Ziel-, Maßnahmen- und Mittelerwägung sowie Mittelauswahl dient. Oftmals sind sie nicht durch Bedürfnisse (beispielsweise Hunger) angestoßen, sondern durch ”Oberziele” bzw. ”Quasibedürfnisse” (z.B. das Ziel, sich Wissen für später anzueignen; Lewin, 1926). Tätigkeits- und Handlungsbegriff sind mehrstellige Relationen. Der Tätigkeitsbegriff setzt Veränderungsvorgänge mit Gegenständen in Beziehung, die auf vorweggenommene Resultate (als Ziel) gerichtet sind und mit bestimmten Mitteln durch Personen ausgeführt werden. Damit sind die Beziehungen vorgegeben, die in jeder Tätigkeit mit konkreten Wissensinhalten gefüllt sein müssen, damit zielgerichtet gehandelt werden kann (Arbeitstätigkeit, Handlungsregulation).


 
     
 
 
 
     
 
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