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Tier-Mensch-Vergleich

 
     
   
Untersuchung, ob und in welcher Weise ähnliche Merkmale bei verschiedenen Organismen und beim Menschen vorhanden sind und durch welche Leistungsqualitäten sich der Mensch vom Tierreich abhebt. Genetische Übereinstimmungen zwischen Menschen und Schimpansen betragen 98,4%, zwischen Schimpansen und den meisten Säugetieren etwa 70%. Wenn Ähnlichkeiten im Körperbau und Verhalten gefunden werden, so sind diese entweder abstammungsbedingte (Homologie) oder funktionsbedingte (Analogie) Ähnlichkeiten. Sie erlauben unterschiedliche Schlüsse:1) Homologieschlüsse: Auf Grund der Anzahl von Ähnlichkeiten lassen sich unterschiedliche stammesgeschichtliche Verwandtschaftsgrade feststellen (Verhaltensphylogenese). Darüber hinaus kann vielfach das “So-und-nicht-anders-sein” von Merkmalen des Verhaltens nicht durch funktionelle Zwänge erklärt werden, sondern erfährt durch Einsicht in phylogenetische Vorbedingungen eine Deutung (z.B. Mimik bei Menschenaffen und Menschen). 2) Analogieschlüsse: Analogien sind ein Hinweis auf Gesetzmäßigkeiten beim Anpassungswert (z.B. Vorteile von Brutpflege bei Vögeln und bei Säugetieren; Kinderpflege) und Gesetzmäßigkeiten bei der Abfolge von stammesgeschichtlichen Vorbedingungen. Brutpflege zum Beispiel war bei Vögeln und Primaten unabhängig voneinander eine stammesgeschichtliche Vorbedingung für die Verwendung von Brutpflegeelementen im Rahmen von sozialen Bindungen (z.B. Kuß und Schnäbeln, soziale Fellpflege und soziale Gefiederpflege).


 
     
 
 
 
     
 
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