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Der Ausdruck ist von dem lateinischen appereipere (etwas hinzu bemerken) abgeleitet. Er betrifft die Auffassung als bewußte, geistige Tätigkeit des Sich-Aneignens eines Bewußtseinsinhaltes, der in die «Apperzeptionsmasse», in die schon aufgenommenen und verarbeiteten Inhalte eingegliedert wird (Herbart). Die zunächst nur im «Blickfeld» des Bewußtseins wahrgenommene Vorstellung rückt bei der Apperzeption in den «Blickpunkt» des Bewußtseins (W. Wundt). Die Vorstellung, daß es im Bewußtsein einen weiten, aber unklaren, und einen engen, aber hellen Bereich gibt, hat auch S. Freud erwähnt, der von der «Enge des Bewußtseins» spricht. In der von W. Wundt begründeten «experimentellen Psychologie» spielte die Apperzeption eine große Rolle, weil er nachzuweisen suchte, daß die Vorstellungen nicht zufällig oder mechanisch, sondern durch den willensbestimmten Akt der Apperzeption miteinander verknüpft werden. |
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