A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Brentano

 
     
   
Brentano, Franz, 1838-1917, wuchs als Neffe von Clemens und Bettina Brentano in einer berühmten Familie auf, studierte an verschiedenen Universitäten und erhielt 1862 in Tübingen einen philosophischen Abschluß. Von 1866 bis1894 wirkte er als Professor in Würzburg und Wien. Zu seinen Schülern zählen E. Husserl und Ch. von Ehrenfelds. Brentano war Vertreter einer beschreibenden Psychologie, der von ihm so genannten Aktpsychologie, die das Wesentliche der seelischen Erscheinungen ("Akte") in ihrer zielgerichteten Objektbezogenheit ("Intentionalität") sah. Brentano verstand Psychologie als Wissenschaft von den mentalen Prozessen; die Abfolge der geistigen Vorgänge gehorche Gesetzen, die der Psychologe zu entdecken habe. Da Brentano der Annahme war, daß keineswegs nur in der Außenwelt Realität existiere, konzipierte er auch mentale Prozesse als real. Kenntnis sei erfahrungsbedingt.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Bremsfahrtprobe
Brentanosche Täuschung
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Quoten-System | hypothetisches Konstrukt | Ethologie
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon