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Gesell

 
     
   
Arnold, 1880-1961, amerikanischer Kinderpsychologe, Pädagoge und Mediziner, war zuerst als Lehrer tätig, bis er 1911 die Clinic of Child Development an der Yale University gründete, deren Leiter er bis 1948 blieb. 1915 erhielt er seinen M.D., seit 1926 gab er das "Journal of Genetic Psychology" heraus. Gesell gilt mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen zur Kinderpsychologie als deren Gründungsvater. Sein Ansatz war rein deskriptiv und bestand aus der einfachen, genauen Beobachtung des kindlichen Verhaltens. Mit Hilfe von Kamera und Einwegspiegeln beschrieb er minutiös die unterschiedlichen Aspekte des Verhaltens von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Altersstufen. Aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse erstellte er chronologische Entwicklungsschemata für verschiedene Verhaltensbereiche, die auch als Prädiktoren für die spätere geistige Entwicklung dienen sollten. Deren Aussagekraft sind allerdings Grenzen gesetzt, weil seine Untersuchungsstichproben teilweise zu gering und nicht repräsentativ waren. Nichtsdestotrotz verhalf er der Kinderpsychologie zu einer überaus großen Popularität.


 
     
 
 
 
     
 
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