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Lorenz

 
     
 
Konrad, 1903-1989, Biologe und Verhaltensforscher. Nach Studium der Medizin und Promotion in Wien begann Lorenz ein Zoologiestudium, das er 1933 gleichfalls mit Promotion beendete. Er habilitierte 1937 in Wien und erhielt 1940 einen Ruf als Ordinarius für vergleichende Psychologie an die Universität Königsberg. Nach dem Krieg arbeitete er in Buldern (Westfalen) und ab 1963 an dem für Erich v. Holst und ihn gegründeten Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen (Oberbayern). Er erhielt 1973 den Nobelpreis. Lorenz ist einer der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung (Ethologie). Er erlangte Berühmtheit durch seine Verhaltensstudien an Graugänsen (Hier bin ich - wo bist du? Ethologie der Graugans, 1988). Lorenz verfeinerte den Instinktbegriff der Ethologie, untersuchte den Lernprozeß der Prägung und die Erscheinungsformen der Aggression (Das sogenannten Böse, 1963). Neben zahlreichen fachwissenschaftlichen Werken (Über tierisches und menschliches Verhalten, 2 Bände, 1965; Vergleichende Verhaltensforschung, 1978) veröffentlichte er höchst erfolgreiche populäre Tierbücher (Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen, 1949). In späteren Jahren wandte er seine ethologischen Forschungsergebnisse auf den Menschen an und betätigte sich als Kulturkritiker (Die acht Todsünden der Menschheit, 1973; Die Rückseite des Spiegels, 1973).

Literatur

Wuketits, F.M. (1990). Konrad Lorenz. Leben und Werk eines großen Naturforschers. München: Piper.

Bischof, N. (1993). "Gescheiter als all die Laffen". Ein Psychogramm von Konrad Lorenz. München: Rasch und Röhring.


 
     
 
 
     
 
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