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Marienthal-Studie

 
     
   
nach einem kleinen Dorf bei Wien benannte, von P. F. Lazarsfeld mit M. Jahoda und H. Zeisel durchgeführte, Untersuchung über die Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit (Die Arbeitslosen von Marienthal), die 1933 erstmals veröffentlicht wurde und inzwischen den Status eines Klassikers bzw. einer zentralen Referenzarbeit hat. Fast alle Einwohner dieses Dorfes waren nach Stillegung der dortigen Textilfabrik arbeitslos. Die Autoren beschreiben, welche Veränderungen sich in dem Dorf ergeben: Das kulturelle Leben verödete, die Bibliothek wurde weniger besucht, das Vereinsleben ging zurück, Feinseligkeiten nahmen zu. Die Autoren unterschieden drei Reaktionsformen bei den Arbeitslosen: Resignation (rund 70% aller Familien), Gebrochenheit (etwa 8% aller Familien), Ungebrochenheit (23% der Familien) (Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit).

Literatur

Jahoda, M., Lazarsfeld, P.F. & Zeisel, H. (1975, Erstveröff. 1933). Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.


 
     
 
 
 
     
 
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