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Lazarsfeld

 
     
   
Paul Felix, 1901-1976, österreichisch-US-amerikanischer Soziologe, gilt als einer der Begründer der modernen empirischen Sozialforschung. Studium der Staatswissenschaften und der Mathematik, Promotion 1925, 1927-1933 Assistent am Psychologischen Institut der Universität Wien und Leiter der von ihm gegründeten Österreichischen Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle. Mit M. Jahoda und H. Zeisel führte er die berühmte empirische Studie über Die Arbeitslosen von Marienthal (1933) durch, in der die Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit in einem kleinen Dorf bei Wien untersucht wurden (Arbeitslosigkeit, Marienthal-Studie). 1933 Emigration in die USA, 1935-1937 Dozent an der University of Newark, New Jersey. 1937-1938 war er an der Princeton University Direktor des Office of Radio Research, das die Auswirkungen des Rundfunks auf die Gesellschaft erforschte. 1939 Verlegung des Office an die Columbia University, New York, 1944 Umwandlung in Bureau of Applied Social Research (BASR). 1940-1969 Professor für Soziologie an der Columbia University, 1969-1976 Professor an der University of Pittsburgh. Lazarsfeld trug maßgeblich zur Institutionalisierung der modernen Sozialforschung in den USA sowie zur Entwicklung empirischer Methoden bei. Er lieferte Beiträge zur Meinungsforschung (The people’s choice, 1944, mit B. Berelson und H. Gaudet; Personal influence, 1955, mit E. Katz) und arbeitete an der Entwicklung mathematischer Modelle für die soziologische Forschung (Mathematical Thinking in the social sciences, 1954).


 
     
 
 
 
     
 
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