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Moderator

 
     
   
1) Person, die moderiert (Moderation). 2) Variable, die den Zusammenhang zwischen einer unabhängigen und einer abhängigen Variable (UV und AV) beeinflußt. Z.B.: Der Zusammenhang zwischen Übungsaufwand (UV) und Erfolg im Klavierspiel (AV) wird durch Talent bzw. Begabung moderiert. Wer hohes Talent besitzt, wird von seiner Übung viel profitieren. Wer dagegen unbegabt ist, wird seine Leistungen durch noch intensiveres Üben nicht bedeutend steigern können.

Die Abb. zeigt zur Veranschaulichung den Zusammenhang zwischen Übungsaufwand und Erfolg im Klavierspiel für drei unterschiedliche Begabungsniveaus. Die Moderation besteht in der Unterschiedlichkeit der Steigungen für unterschiedliche Stufen des Moderators. Bei hoher Begabung hängt der Aufwand sehr eng mit dem Ertrag zusammen. Je mehr die Person übt, desto mehr verbessert sich auch ihr Klavierspiel; der Gradient verläuft sehr steil. Bei geringer Begabung ist der Erfolg durch noch höheren Übungsaufwand dagegen kaum zu steigern: Der Gradient verläuft eher flach.

Die inhaltliche Logik der Moderation ist dieselbe wie bei der statistischen Interaktion. Man spricht üblicherweise im varianzanalytischen Zusammenhang (bei kategorialen UVs) von “Interaktion”, während der Begriff der “Moderation” eher im Rahmen korrelativer Analyseformen Anwendung findet.

Moderationseffekte können in hierarchischen multiplen Regressionen nachgewiesen werden. In einem ersten Schritt wird die Vorhersage des Kriteriums (AV) aus Prädiktor (UV) und Moderatorvariable bestimmt. Im zweiten Schritt wird dann die Regressionsgleichung um das Produkt aus Prädiktor und Moderator als eigene Variable erweitert. Von einem Moderationseffekt spricht man, wenn nach diesem Schritt der Produktterm einen signifikanten Vorhersagebeitrag zum Kriterium leistet.
 
     
 
 
 
     
 
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