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Ökopsychosomatik

 
     
   
Forschungsbereich, der die Einwirkungen der Umweltbedingungen auf den Menschen thematisiert. Modellvorstellung, die in einer ganzheitlichen Organismusreaktion sowohl die Beschwerden integriert, die durch die Umweltbelastungen direkt erfolgen, als auch die Störungen, die ein Produkt der vermittelnden psychischen Prozesse sind. Dabei ergeben sich zwei Möglichkeiten der Belastung: 1) Schadstoffbedingte Auswirkungen, die als Noxe eine psychophysiologische unmittelbare Reaktion im Organismus bewirken. Sie entstehen aus den unmittelbaren Immissionen (Lärm, elektromagnetische Felder, bauliche Gestaltungen, Schadstoffe in Nahrung und Atemluft) auf den Menschen, unabhängig davon, ob ihr Wirkmechanismus bewußt erfaßt wird oder nicht. Die gesundheitlichen Folgen äußern sich sowohl im somatischen wie auch psychischen Bereich. 2) Erlebnisbedingte Auswirkungen von Umweltbelastungen, deren Effekte nicht unmittelbar beobachtbar sind. Sie lassen sich keinem spezifischen Schadstoff und konkreten Dosis-Wirkungs-Zusammenhang direkt zuordnen. Die entscheidende Einflußgröße liegt im Prozeß der psychischen Verarbeitung, die moderierend in den direkten Zusammenhang der meßbaren Belastung eingreift (Umweltrisiko, toxikologisches; Psychosomatik).

Literatur

Preuss, S. (1995). Ökopsychosomatik. Umweltbelastungen und vegetative Beschwerden. Heidelberg: Asanger.


 
     
 
 
 
     
 
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