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Phlogistontheorie

 
     
   
chemische Theorie, anhand der sich aufzeigen läßt, wie schwer es fällt, einmal gebildete Annahmen bzw. Urteile zu revidieren. Nach der (mittelalterlichen) Phlogistontheorie enthielten brennbare Stoffe eine besondere Substanz, das Phlogiston (griechisch: phlegein – brennen), die angeblich durch Verbrennung entweiche. Die Verbrennung würde zudem die Stoffe in ihre Grundbestandteile zerlegen. Mehrere Experimente zeigten, daß durch Verbrennung, entgegen der Theorie, kein Stoff entwich und die Masse des Materials gleich blieb. Es lagen mehrere Falsifikationen der Theorie vor, was aber nur Zusatzannahmen zur Theorie stimulierte. Die Phlogistontheorie durch eine Theorie der Oxidation zu ersetzen, gelang erst, als ein Chemiker nachweisen konnte, daß Verbrennung durch Zugabe von Sauerstoff möglich wird. Dadurch erst wurde ein Paradigmenwechsel möglich.


 
     
 
 
 
     
 
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