A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Anklammerung

 
     
   
Wie andere Primaten (niedere und höhere Affen) ist auch der Mensch weder ein «Nesthocker» (der bei der Geburt noch nicht fertig ausgebildet ist) noch ein «Nestflüchter» (der vollständig bewegungsfähig auf die Welt kommt), sondern ein «Tragling» oder Kontaktwesen, das in den sozialen Mutterschoß einer Gruppe hineingeboren wird und sich zunächst am Muttertier festklammert (niedere Affen) oder von ihm getragen wird (wie höhere Affen oder menschliche Säuglinge in Primitivkulturen). Das Anklammerungsbedürfnis entspricht der frühesten Periode des menschlichen Sozialverhaltens. In späteren Entwicklungsabschnitten zeigt anklammerndes Verhalten eine gestörte Vertrauensbeziehung an. Ein zweijähriges Kind, das schon längere Zeit angstfrei allein spielen konnte, klammert sich dann jede Minute an die Mutter an, wenn es zum Beispiel einige Zeit von der Mutter getrennt und in einer Klinik war. Anklammerungsten-denzen Erwachsener können häufig ähnlich erklärt werden.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Ankerreiz
Anklammerungsreflex optischer
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Lebensführung | QOLS | Humanexperimente
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon