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Geburt

 
     
   
der Eintritt des Kindes in die Außenwelt, der zugleich der Verlust der absoluten Geborgenheit im Mutterleib ist. Der Vorgang der Geburt bringt die Passage durch einen Engpaß mit sich und auch eine Umstellung des Atmens. Hierin liegt der Zusammenhang des sogenannten Geburtstraumas mit jeder Angst begründet. Zugleich gilt die Geburtsangst als Vorbild jeder TrennungsAngst. Dies Konzept hat bereits Freud entwickelt. Sein Schüler und langjähriger Sekretär Otto Rank hat dann Geburtsangst und Geburtstrauma als den entscheidenden Lebenskonflikt überhaupt angesehen. Doch diese Erfahrung war ja niemals bewußt, während spätere Konflikte (etwa in der Oedipus-Situation) bewußt gewesen sind, ehe sie der Verdrängung anheimfallen und fortan im Unbewußten weiterwirken. In dem Schrei, den das Neugeborene ausstößt, sieht der amerikanische Psychiater A. Janov ein erstes Verlangen des Kindes nach der Zuwendung der Mutter. Seine »Primärtherapie« besteht darin, daß die Patienten angeleitet werden, den »Urschrei« und ähnliche Ausdrucksformen der frühesten belastenden Lebenserfahrungen zu wiederholen.
 
     
 
 
 
     
 
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