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Buber

 
     
   
Buber, Martin, 1878-1965, mit zahlreichen Ehrungen bedachter jüdischer Philosoph, Theologe; mit Franz Rosenzweig Übersetzer des Alten Testaments ins Deutsche. In seinem umfassenden Werk sind auch Arbeiten über Psychologie und Pädagogik enthalten; vor allem existentialistische Strömungen in der Psychologie gehen auf ihn zurück. Er wurde in einer jüdischen Familie in Wien geboren, sein Großvater war ein angesehener Gelehrter. Buber studierte in Wien, Leipzig, Berlin und Zürich und schloß sich bereits früh aus religiös-kulturellen Motiven der zionistischen Bewegung an. Später war er Herausgeber einer jüdischen Zeitschrift und lehrte an der Universität Frankfurt jüdische Religionsphilosophie. Unter dem Hitlerregime blieb er zunächst in Deutschland, mußte 1938 aberemigrieren und wirkte an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er setzte sich für die arabisch-israelische Verständigung ein und förderte nach Beendigung des Krieges die Kontaktaufnahme mit Deutschland. Bubers Dialogphilosophie zufolge steht der Mensch in zwei grundverschiedenen Arten von Beziehungen, nämlich den Ich-Du-Beziehungen und den Ich-Es-Beziehungen (dialogisches Prinzip). Die Ich-Es-Beziehungen beschreiben seinen alltäglichen kausalen Bezug zur Umwelt, der oft kühl und distanziert ist. Die Ich-Du-Beziehung hingegen erfaßt den Menschen ganz und in seinem Innersten. Sie impliziert eine tiefe Begegnung von Partnern. Diese stellt für Buber einen Abglanz der Begegnung mit Gott dar.
 
     
 
 
 
     
 
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