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Zwangsneurose

 
     
   
Seelische Störung (Neurose), bei der bestimmte, zwanghaft wiederkehrende Gedanken oder Handlungen nicht abgewiesen werden können. Es gibt dabei vielgestaltige Zwänge, die meistens eine Übersteigerung bestimmter gesellschaftlicher Normen darstellen: Waschzwang, wenn die Reinlichkeit bis zu stundenlangem Waschen übersteigert ist, Kontrollzwang, wenn Fenster oder Türschlösser, Gashähne, Wasserhähne immer wieder überprüft werden müsman sie auf eine bestimmte Weise ansehe. In der Psychoanalyse wird die Zwangsneurose auf Reaktionsbildungen gegen Fixierungen in der analen Phase zurückgeführt und mit dem «Zwangscharakter» in Verbindung gebracht, der zu Ordnungsliebe, Geiz, Pedanterie, kontrollierender Herrschsucht (autoritäre Persönlichkeit, Sadismus) neigt und entsteht, wenn in der Kindheit während der Erziehung zu Sauberkeit, Ordnung und Muskelkontrolle die Neugieraktivität des Kindes lieblos eingeschränkt wird.
 
     
 
 
 
     
 
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