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Helene, 1884-1982, in Przemysl (Polen) geborene Ärztin bzw. Psychoanalytikerin, die sich als erste Autorin mit der Psychologie der Frau beschäftigte ("Zur Psychologie der weiblichen Sexualitätsfunktion", 1925; "The Psychology of Woman", 1945). Die Freud-Schülerin hat zwar die Theorien zur Sexualität nicht angezweifelt, entwickelte jedoch eigene Ansätze. Sie studierte Medizin in Wien und München, bevor sie sich der Psychoanalyse widmete. Sie verbrachte ein Jahr in Berlin, um ihre analytischen Kenntnisse zu vertiefen. 1918 wurde sie Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und leitete von 1924 bis 1935 deren neugegründetes Ausbildungszentrum. Sie emigrierte 1935 mit ihrer Familie nach Boston, wo sie als Analytikerin internationale Anerkennung bekam. Der Terminus der "Als-ob-Persönlichkeit" (Als-ob-Spiel) geht auf sie zurück, wonach Menschen sich selbst und ihrer Umwelt Rollen vorspielen, bis sie merken, daß sie sich abgegrenzt haben und von der Umgebung Ablehnung erfahren. Diese führt über die Konfrontation mit dem eigenen Ich zur Erfahrung intensiver Leere bzw. Langeweile. Als scheinbaren Ausweg daraus entsteht Sehnsucht nach Empfindungen bzw. Aufregung, was sich auch im Konsum von Drogen niederschlagen kann.


 
     
 
 
 
     
 
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