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Individualisierung

 
     
   
Vor hundert Jahren lebten noch mehr als zwei Drittel aller Deutschen in Landgemeinden. Die von der Industrialisierung geforderte Mobilität der Familien führte dazu, daß soziale Probleme von der Qualität der Einwanderer- oder Gastarbeitssituation überall auftraten; in den USA, wo sie am deutlichsten waren, wurden sie auch am meisten erforscht. Während in den traditionellen sozialen Ordnungen die Familie und deren «Stand» auch das persönliche Rollenverhalten prägten, ist in der von solchen Individualisierungsprozessen bestimmten Gesellschaft der einzelne seines Glückes Schmied, seine Leistung entscheidet, ob er Tellerwäscher bleibt oder Millionär wird. Der «Bedarf» an Psychologie - das heißt Erforschung der Verwertbarkeit individueller Eigenschaften - wuchs mit diesen sozialen Prozessen sprunghaft an, so daß es seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in den meisten Industriestaaten Diplom-Psychologen gibt, deren Studienordnung sich teilweise eng an die der Diplom-Ingenieure anlehnt. Individualisierung ist charakterisiert durch große Freiheiten und Möglichkeiten für den Tüchtigen, durch große Härte und erst spät einsetzenden Schutz für den Schwachen und Behinderten. Gemeindepsychologie .
 
     
 
 
 
     
 
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