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Intuition

 
     
   
ein scheinbar plötzliches Erfassen von Zusammenhängen zum Unterschied von Einsichten, die durch Nachdenken und Abwägen (diskursiv) gewonnen werden. Manche Menschen neigen besonders zur Intuition. Anderen ist diese einfallartige Anschauung nahezu verschlossen. Oft aber bestehen beide Denkweisen abwechselnd oder nebeneinander. Die Intuition ähnelt einer Offenbarung, wirkt unmittelbar überzeugend und läßt sich eben deshalb nicht eigentlich begründen. So führt sie oft irre, ist dann keine Einsicht, sondern folgt uneingestandenen Wunschvorstellungen. Sie zeigt gleichsam eine Möglichkeit, die kritisch nachgeprüft werden müßte. Mit ihr bricht etwas plötzlich zum Bewußtsein durch, was sich unbewußt lange vorbereitet hat. Bezeichnend ist der Vorgang der Intuition für das künstlerische Schaffen und für die Einsicht in seelische Zusammenhänge. Hier erweist sie sich als Zugang zu unbewußten Kräften, der Menschen mit künstlerischer Anlage leichter wird als anderen. Dennoch sollte man Psychologen, die sich auf ihre Intuition berufen, skeptisch gegenüberstehen, es sei denn, daß ihre plötzlichen Einsichten sie an Hand langer Erfahrung und theoretischer Überlegungen zu nachprüfbarer Erkenntnis geführt haben.Innere Schau. Jemand erfaßt Zusammenhänge durch Intuition oder intuitiv, wenn er Teile seiner inneren oder äußeren Wahrnehmung neu zu einem Ganzen verbindet, ohne sich der einzelnen Schritte seiner Überlegung voll bewußt zu sein. Beispiel: Ich bin nach kurzer Betrachtung überzeugt, daß mein Gegenüber in der Bahn ein Arzt ist; eine Frage bestätigt diese Auffassung. Eine solche Intuition entsteht durch die unbewußte Verarbeitung zahlreicher einzelner Eindrücke. Einsicht.
 
     
 
 
 
     
 
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