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Kokain

 
     
   
Psychostimulans und Droge, die fast ausschließlich geschnupft wird, erst bei höherer Dosierung und längerer Abhängigkeit aus Kostengründen gespritzt (dann gelegentlich auch als "Stereo-Schuß" gemeinsam mit Heroin). Sie führt ein starkes Glücksgefühl bei gleichzeitigem amphetaminähnlichem Aktivitätsdrang und einem subjektiven Eindruck von geistiger Fitness und Leistungsfähigkeit herbei. Weil der Stoff gleichzeitig lokal-anästehtisch wirkt, vermindert er die körperliche Sensibilität, u.a. auch der Sexualorgane, was den zweifelhaften Ruf als "Sex-Droge" begründet hat. Die körperlichen Folgen sind in erster Linie Gewichtsverlust und Kreislaufstörungen sowie die Zerstörung der Nasenscheidewand (aufgrund des Schnupfens). Psychische Folgen bestehen in starker Erregbarkeit und Reizbarkeit und einem Verfall der Urteils- und Leistungsfähigkeit. Kokain ist die Droge mit der höchsten Verstärkerwirkung, da sie die in sie gestellten Erwartungen besonders zuverlässig erfüllt. Wegen des dadurch rasch erreichten hohen Abhängigkeitsgrades (Abhängigkeit) kommt es sehr schnell zu verheerenden psychischen Folgen, die bis zum Erscheinungsbild einer (chemisch hergestellten) manischen Depression, ferner zu Verfolgungswahn und anderen Wahnvorstellungen (Wahn) führen kann. Soziale Folgen bei hohem Abhängigkeitsgrad sind die ausschließliche Orientierung auf die Beschaffung des Mittels, eine überaus hohe Verschuldung und damit verbundene Kriminalität (Sucht).


 
     
 
 
 
     
 
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