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Lautsymbolik

 
     
   
wurde als Persönlichkeitsdimension bislang in der Psychologie als allgemeinpsychologische Fragestellung (Existenz von Lautsymbolik) diskutiert. Man findet bei Zuordnungsversuchen, bei denen die beiden fremdsprachigen Wörter eines Paares den muttersprachlichen Übersetzungen zugeordnet werden sollen, bezüglich der Häufigkeit richtiger Zuordnungen deutliche individuelle Unterschiede. Es könnte also so etwas wie eine Persönlichkeitsdimension "Gefühl für Lautsymbolik" existieren. Die Untersuchung an Schulkindern mit einer finnischen Liste von zuzuordnenden Wortpaaren ergab, daß die Häufigkeit richtiger Zuordnungen mit dem Allgemeinen Verständnis im HAWIK zusammenhing, nicht jedoch mit Allgemeinem Wissen, Gemeinsamkeitenfinden und Wortschatztest. Entsprechend der Interpretation des Allgemeinen Verständnisses könnte das Gefühl für Lautsymbolik ein Maß für die Integration in die Gesellschaft, für das Sicheinfühlenkönnen in soziale Zusammenhänge darstellen. Unterstellt man, daß der Erwerb der Beziehungsfähigkeit und der Erwerb der Sprache sowie des Sprachgefühls früh in denselben Situationen erworben werden, dann sollte eine mit Tests gemessene Beziehungsfähigkeit mit der Häufigkeit richtiger lautsymbolischer Zuordnungen korrelieren. Durch entsprechende Untersuchungen, die derzeit durchgeführt werden, soll sich dies nachweisen lassen. Dann könnten lautsymbolische Trainings in der Behandlung von Beziehungsstörungen z.B. bei kindlichem Autismus eingesetzt werden.

Literatur

Langenmayr, A. (1997). Sprachpsychologie. Göttingen: Hogrefe.


 
     
 
 
 
     
 
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