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Nationalsozialismus

 
     
   
rassistisch geprägte Bewegung in Deutschland von 1919 bis 1945, verbunden mit völkisch-nationalen Ideen (Lebensraumdoktrin: der notwendige Kampf um die Sicherung und Mehrung des Lebensraums) und einem radikalen Antisemitismus, der zunächst eine Verweigerung von Bürgerrechten, schließlich die Vernichtung der jüdischen Teils der Bevölkerung zum Ziel hatte: Siegreich gehe aus diesem Kampf das rassisch wertvollere Volk hervor. Aufgrund der rassistischen Ideologie wurden nicht nur die Juden, sondern auch andere "Untermenschen" (Behinderte, psychisch Kranke, Zigeuner, Homosexuelle, anders Denkende) systematisch verfolgt und getötet. Im Nationalsozialismus flohen viele jüdische Psychologen ins Ausland; gleichzeitig erreichte die Psychologie als wissenschaftliche Disziplin Anerkennung, als zur Personalauswahl v.a. im Militär viele Psychologenstellen geschaffen wurden (Wehrpsychologie). In dieser Zeit wurden in Deutschland Voraussetzungen für die Entwicklung des Berufsstandes der Psychologie geschaffen. An Greueltaten der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern waren die Psychologen nicht aktiv beteiligt, auch wenn von einigen Vertretern eine Psychologie im Dienste des Nationalsozialismus (Nazi-Psychologie) propagiert wurde.


 
     
 
 
 
     
 
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