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Ökologische Psychologie

 
     
   
Ökologie ist die Lehre vom Lebensraum der Pflanzen, Tiere und Menschen (griechisch oikos = Haus). Im Zuge der Zerstörung natürlicher Lebensräume durch die Industrialisierung und Übervölkerung haben sich auch Psychologen in die Umweltdebatte eingeschaltet. Eine zentrale Frage lautet: Wie kommt es, daß so viele Personen die Vernichtung der Natur geschehen lassen und für kurzfristige Komfort-Gewinne (Zentralheizung mit Erdöl, Automobil, Flugzeug) die Lebensmöglichkeiten künftiger Generationen ruinieren? Offensichtlich wirken hier Erziehung, Abwehrmechanismen und Wahrnehmung zusammen, die aus dem Homo sapiens (der die Folgen seines Tuns voraussieht) den Homo consumens (Schmidbauer 1972) machen, der seine Umwelt und in der Folge sich selbst in Müll verwandelt. Die ökologische Psychologie wird eher auf sinnlich wahrnehmbare und strukturgebende Maßnahmen setzen als auf moralische Argumente. Es ist zum Beispiel unwahrscheinlich, durch Erziehung allein umweltfreundliche, aber unbequeme und teuere Verhaltensänderungen durchzusetzen. Erst wenn Benzinpreis und Abgassteuer den Autofahrer zwingen, wirklich alle Folgekosten zu bezahlen, wird eine Mehrheit ihr Tun neu bewerten.
 
     
 
 
 
     
 
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