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Mach

 
     
 
Ernst, 1838–1916, in Mähren geborener österreichischer Physiker und Philosoph, studierte an der Universität Wien Physik und war zwischen 1864 und 1901 Professor in Graz, Prag und Wien. Der Erkenntnistheoretiker war ein entscheidender Anreger des “Wiener Kreises”, einer Gruppe positivistischer Philosophen. Mach war kein Psychologe, aber er beeinflußte die Psychologie durch Einzeluntersuchungen und den Nachweis, daß psychologische Faktoren bei wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Rolle spielen. Er vertrat die Ansicht, die Wissenschaft solle sich auf die Beschreibung von Phänomenen beschränken, die durch die Sinne direkt erfahrbar seien. So finden sich in seinem Werk bereits moderne psychologische Überlegungen, daß z.B. die Beobachtung an sich das Beobachtete verändern kann. Er beschäftigte sich mit Phänomenen wie Raum, Empfindung, Reflex, Wille, Instinkt, Phantasie, optische Täuschung, Hören, Zeitsinn und dem Ich. Mach entwarf eine Lehre der Denkökonomie, die besagt, daß wissenschaftliche Sachverhalte auf einfachste Weise und mit dem geringstmöglichen Aufwand an Denkvorgängen erfaßt werden sollten. Die wissenschaftliche Methodenlehre, die er entwickelte, bereitete u.a. den Weg zur “Relativitätstheorie”. Sein Name steht für die Meßformel für das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit eines Objekts und der Geschwindigkeit des Schalles in der Atmosphäre (Mach-Zahl).


 
     
 
 
     
 
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