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Objekt

 
     
  in der Psychologie das Wesen, der Gegenstand oder die Vorstellung als Bezugspunkt für eine Triebregung, die daran befriedigt werden soll. So heftet sich die Libido, das Lust und Liebesverlangen, an eine Person, eine Gruppe, ein Tier, einen Gegenstand (als Fetisch), eine Idee oder ein Ideal, oder auch an das eigene Ich (Narzißmus). Gerade so richten sich zerstörerische Neigungen (Aggression, Destruktion) auf ein Objekt. Manchmal scheint die Liebe oder der Haß untrennbar mit dem Objekt verschmolzen. Aber die Bindung des Triebes an das Objekt ist weniger eng, als sie erscheint. Es liegt in der persönlichen Veranlagung begründet, wie »klebrig« die Libido ist, wie sehr sie also an dem einmal gewählten Objekt haften bleibt, oder wie leicht sie auf bestimmten Bahnen der Übertragung ihr Objekt wechseln kann, oder ob sie gar nahezu wahllos und ständig hin und her schwankt. In der Antike ehrte man den Trieb selbst, und das Objekt erhielt seinen Wert dadurch, daß sich der Trieb darauf richtete. Seit dem Siegeszug des Christentums hat sich das Verhältnis umgekehrt; der Trieb erscheint erst gerechtfertigt durch das Objekt, dem er gilt.Ausdruck der Psychoanalyse, in der man zwischen dem «Objekt» und dem «Ziel» eines Triebes unterscheidet. Im weiteren Sinn für Menschen gebraucht, die für ein Kind oder einen Erwachsenen Bedeutung gewinnen. Es gibt etwa «gute» und «böse» Objekte, auch Teilobjekte (wie die Brust der Mutter).  
     
 
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