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Regelkreis

 
     
   
geschlossener Wirkungskreis, kybernetisches System, bestehend aus einer Regelgröße, einer Regelstrecke, einem Soll-Ist-Wert-Vergleich und einem Regler. Ein Beispiel für einen Regelkreis ist ein Thermostat, der die Temperatur in einem Zimmer reguliert. Innerhalb der Regelung wird der Wert der Regelgröße, der Istwert der Temperatur, mit einem Sollwert, dem Wert der erwünschten Temperatur, verglichen. Bei einer Abweichung bewirkt ein Regler oder Stellglied eine Veränderung in Richtung des Sollwertes, z.B. durch Temperaturerhöhung oder -minderung. Viele körperliche Prozesse, z.B. die Regulation der Körpertemperatur, sind Regelkreise. Die Kalt- und Warmsensoren führen zum hinteren Hypothalamus, der als Regler die Erhaltung der Körpertemperatur über das Sympathische Nervensystem regelt. Wird die Außentemperatur als zu kalt empfunden, wird der Stoffwechsel erhöht, und ein Muskelzittern (Frieren) wird ausgelöst; wird die Außentemperatur als zu warm empfunden, wird die Haut stärker durchblutet und die Schweißproduktion erhöht. Eine negative Rückkoppelung – der “Normalfall” des Regelkreises – liegt vor, wenn bei einer Sollwertabweichung eine Gegensteuerung ausgelöst wird. Eine positive Rückkoppelung entsteht, wenn bei einer Abweichung vom Sollwert die Abweichung noch weiter vergrößert wird (circulus virtiosus) (Kybernetik, Selbstorganisation).

Literatur

Jänig, W. (1995). Vegetatives Nervensystem. In R. F. Schmidt (Hrsg.), Neuro- und Sinnesphysiologie (2. Aufl.). Berlin: Springer.


 
     
 
 
 
     
 
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