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Psychologielexikon

Überarbeitete Ausgabe

Psychologielexikon

Retorten-Baby

Autor
Autor:
Werner Eberlein

Säugling, der im Reagenzglas gezeugt bzw. künstlich befruchtet wurde. Eine der Mutter entnommene Eizelle wird mit Spermien des (auch anonymen) Vaters befruchtet. Anschließend wird die befruchtete Einzelle wieder in den Körper der Mutter eingepflanzt. Mit der künstlichen Befruchtung wird eine Menge biologischer, psychologischer, sozialer und ethischer Probleme aufgeworfen: Welches Gengut und Persönlichkeitsprofil hat der Spender? Wie schlagen sich Persönlichkeitseigenschaften im Gengut nieder? Wird durch eine künstliche Befruchtung eine neue Elite geschaffen? Dürfen künstlich befruchtete Eizellen auf Krankheiten untersucht und im Fall einer nachweisbaren Krankheit vernichtet werden? (Präimplantationsdiagnostik) (Ethik). Auch Männer, die nicht zeugungsfähig sind, da sie z.B. zu wenig gesunde Spermien im Ejakulat aufweisen, haben die Möglichkeit, durch einzelne gesunde Spermien im Reagenzglas Kinder zu zeugen. Es ist jedoch noch nicht geklärt, ob Kinder, die künstlich gezeugt wurden, ein höheres Morbiditätsrisiko in sich tragen (Eugenik, Reproduktionsmedizin, Reproduktionspsychologie).


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