A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Schlafentzug

 
     
   
1) allgemein: Verminderung oder Verhinderung des nächtlichen Schlafes. 2) Als therapeutische Methode wird Schlafentzug zur Bekämpfung von Depressionen eingesetzt. Patienten verzichten entweder auf den gesamten Schlaf oder auf den Schlaf in der zweiten Nachthälfte. Dies hat bei etwa 60% aller depressiven Patienten eine deutliche antidepressive Wirkung. Nachteil der Schlafentzugstherapie ist die begrenzte Wirkdauer. Nach dem nächsten Erholungsschlaf tritt wieder das depressive Syndrom in voller Ausprägung auf. Modifikationen des SchIafentzuges sind in kurzen Zeiträumen wiederholte Schlafentzüge in der jeweils zweiten Nachthälfte und Schlafverschiebungstherapien. Erste Hinweise existieren, daß dadurch der therapeutische Effekt verlängert werden kann. Worauf die antidepressive Wirkung des Schlafentzuges beruht, konnte bis heute nicht geklärt werden. 3) Schlafentzug im Tierexperiment führt auch unter streßfreien Bedingungen zu einem Entgleisen des Metabolismus und letztendlich zum Tod (Ethik und Tierversuche).


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Schläfenlappen
Schlafforschung
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Handlung zielgerichtete | Chaostheorie | Bekanntheitstäuschung
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon