A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

Metapsychologie
Schizophrenie
Behaviorismus
Nervosität

 

 

 

 

Schlüsselreiz

 
     
  Meist auffälliger, festgelegter Reiz, der einen AAM (angeborenen auslösenden Mechanismus) in Gang setzt .Der Begriff wird in der vergleichenden Verhaltensforschung (Ethologie) an Tieren verwendet, in der man Schlüsselreize mit Hilfe von künstlich nachgemachten Reizsendern (Attrappen) ermittelt. So greift ein Stichlingsmännchen nur diejenigen Stichlinge an, die einen roten Bauch aufweisen. Die naturgetreue Attrappe eines Stichlings ohne roten Bauch läßt es ungeschoren, während es eine unförmige, gänzlich unähnliche Attrappe mit rotem Bauch wütend attackiert. Man kann daraus schließen, daß für das Angriffsverhalten eines Stichlings der rote Bauch eines Fisches vergleichbarer Größe als Schlüsselreiz wirksam ist. Bei Menschen gibt es Schlüsselreize im strengeren Sinn nicht, doch lassen sich ohne vorhergehendes Lernen auftretende, emotionale Reaktionen, etwa auf das Weinen eines Kindes oder auf kindliche Körperformen mit den AAM von Tieren vergleichen. Der Unterschied liegt darin, daß bei Tieren ausschließlich Verhaltensweisen in der Forschung herangezogen werden können, während beim Menschen Verhalten und Erleben beurteilt werden.  
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Schlüsselqualifikationen
Schlüsselreize
 
     
     
 

Auf diese Seite ein Bookmark setzen:

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Strebeltest | HZI | Naturpsychologie
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2006-2009 All rights reserved. Psychologie Lexikon