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interkulturelles Training

 
     
   
kulturunspezifische Trainingsmaßnahmen, die das Ziel verfolgen, eine grundsätzlich positive Haltung dem Fremden gegenüber zu verfestigen, Angst vor dem Fremden und Unbekannten abzubauen und eine Einsicht in das eigenkulturelle Orientierungssystem, verbunden mit einer Sensibilisierung für die Funktionalität und Wertigkeit fremdkultureller Orientierungssysteme zu erreichen. Darauf aufbauend kann über ein gruppenspezifisches und kulturspezifisches, also auf das jeweilige Zielland ausgerichtetes Handlungstraining gelernt werden, wie das eigenkulturelle Orientierungssystem mit dem spezifischen fremdkulturellen Orientierungssystem in Übereinstimmung gebracht werden kann, welche Gemeinsamkeiten zu beobachten sind, warum Unterschiede und Abweichungen unvermeidlich sind, wie sie zu erklären sind und wie man mit ihnen so umgehen kann, daß eine von beiden Partnern empfundene positive Zusammenarbeit entstehen und erhalten werden kann, und welche produktiven Potentiale (Synergien) aus dem Zusammentreffen beider kultureller Orientierungssysteme, repräsentiert durch die jeweiligen Kulturvertreter, entstehen und genutzt werden können. Zur Bewältigung der Anforderungen, die sich aus der zukünftigen Entwicklung der Internationalisierung und Globalisierung vieler Bereiche unserer Gesellschaft an die in diesem Gefüge tätig werdenden Personen stellen, kann die Interkulturelle Psychologie ein geeignetes Verfahren zur Verfügung stellen, Grundlagenforschung (Analyse, Diagnose) und Anwendungsforschung (Intervention, z.B. Auswahl, Training, Beratung und Evaluation) in eine enge Beziehung zu bringen:

- Erhebung kritischer Interaktionssituationen von Personen unter fremdkulturellen Handlungsbedingungen.

- Analyse dieser kritischen Interaktionssituationen im Hinblick auf die Wirksamkeit unterschiedlicher kultureller Orientierungssysteme, z.B. durch die Generierung von Kulturstandards mit Hilfe von Experten aus beiden Kulturen.

- Aufbau kulturallgemeiner bzw. kulturspezifischer Trainingsverfahren, z.B. nach der Methode des Culture Assimilator Trainings.

- Durchführung kulturallgemeiner sowie zielgruppen- und kulturspezifischer Trainings unter kontrollierten Bedingungen und mit der Möglichkeit zur Erhebung evaluationsrelevanten Datenmaterials.

- Durchführung formativer und summativer Evaluationen anhand quantitativen und qualitativen Datenmaterials mit dem Ziel, kurzfristige und langfristige Auswirkungen eines solchen Trainings auf Verhaltens-, Lern- und Resultats-/Bilanzebene festzustellen.

- Durchführung von Untersuchungen, bei denen dieses Forschungs- und Trainingsprogramm gleichzeitig in der eigenen und einer spezifischen Fremdkultur parallel, aber in kulturäquivalenter Weise bearbeitet wird.

Dieses Verfahren zur Analyse interkultureller Handlungsprozesse kann sowohl auf Individualebene als auch auf Gruppenebene (plurikulturell zusammengesetzte Arbeitsgruppen im Inland und im Ausland, internationale Teams) angewandt werden.


 
     
 
 
 
     
 
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