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Beratung

 
     
   
Wichtiges Teilgebiet der angewandten Psychologie. Psychologische Beratung wird meist nach dem Lebensbereich bezeichnet, den sie betrifft: Erziehungsberatung, Schulberatung, Eheberatung, psychotherapeutische Beratung, Studienberatung. Der psychologische Berater versteht sich außer bei ganz eindeutig auf Unwissenheit beruhenden Problemen und Konflikten (wenn etwa ein Elternpaar darüber klagt, daß ihr einjähriges Baby noch nicht sauber ist, während die entsprechenden Nerven- und Muskclsy-steme erst im Alter von zwei Jahren voll ausgereift sind) meist nicht als Fachmann, der aufgrund seines überlegenen Wissens dem Ratsuchenden detailliert sagt, was dieser zu tun hat. Er bemüht sich vielmehr, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Ratsuchenden Handlungsmodelle zu entwickeln und Lösungsvorbereitungen aufzubauen. Diese Zurückhaltung hat ihren Grund nicht nur in der Erwägung, daß man die Gestaltung des eigenen Lebens der freien Entscheidung jedes Individuums überlassen sollte. Sie berücksichtigt auch, daß die meisten Ratsuchenden bereits Lösungen kennen, aber nicht fähig sind, diese Lösungen zu akzeptieren, weil sie vielleicht mit ihrem Selbstgefühl nicht vereinbar sind. Der Berater muß also versuchen, dem Ratsuchenden (Klienten) zu mehr Einsicht in die eigenen Ansprüche zu verhelfen, die oft überhöht sind. Daher ist der Übergang von Beratung zur Psychotherapie oft fließend; der Prozeß der Beratung sollte dazu führen, daß der Klient aktiver nach Lösungen der eigenen Probleme sucht und vom Berater dazu mehr Anstöße als fertige Rezepte erhält. Wie Ärzte sind psychologische Berater zum Schweigen über alles verpflichtet, was sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit erfahren.
 
     
 
 
 
     
 
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