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Totem und Tabu

 
     
   
durch S. Freud eingeführtes Begriffspaar zur Kennzeichnung einer archaischen Gesellschaftsform, die bis heute, und zwar nicht nur bei Naturvölkern, nachwirkt. Der Totemismus ist das früheste Geschichtsbild, das sich menschliche Gesellungsformen gegeben haben, das Totem ein Symbol, mit dem symbolisches Denken in der Menschheitsgeschichte beginnt; ein Symbol für den Ursprung des Stammeslebens, und es bestärkt seine Überlebensfähigkeit. Das Totem ist auch eine Art Urahne, der in vielen Fällen eine Blutsverwandtschaft der Stammesmitglieder begründet. In den Stadt- oder Landessiegeln vieler Völker gehen diese Symbole auf frühe Stammesmythen zurück. Tabus sind Vorschriften archaischer Sozialgebilde. Sie beziehen sich auf Gebote wie auch auf Verbote, wie z.B., bestimmte Speisen zu sich zu nehmen, auf die Exogamie beim Heiraten, auf die Trennung der Geschlechter vor der Eheschließung, auf die Absonderung von Jungfrauen in Frauenhäusern oder die Absonderung an den ”unreinen Tagen” (Menstruationszyklus). Gewohnheiten und Vorschriften dieser Art sind z.B. bei Südseevölkern bis auf den heutigen Tag anzutreffen (Evolutionspsychologie).

Literatur

Freud, S. (1973, Nachdruck). Totem und Tabu. Frankfurt. Fischer.


 
     
 
 
 
     
 
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