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Vierundzwanzig-Stunden-Therapie

 
     
   
ganztägige therapeutische Intervention, die in der Wohnumgebung des Klienten durchgeführt wird. Annahme ist, daß jeder Mensch Fassaden und Hilfssysteme aufbaut, um seine Unzulänglichkeiten zu verstecken. Diese Fassaden sind über einen langen Sozialisationsprozeß erworben worden und verursachen Ängste. Dies ist nicht mehr möglich, wenn er über einen langen Zeitraum (freiwillig) mit einem Therapeutenteam konfrontiert ist: Dann brechen die “Fassaden” zusammen, und der “wahre Mensch” kommt zum Vorschein. Der therapeutische Prozeß verläuft zwischen einer Woche bis zu etwa einem Jahr in acht Phasen: Dem Therapeuten wird absolute Autorität zuerkannt. Das Hilfssystem des Klienten wird analysiert und der Klient vom Therapeuten abhängig gemacht. Dem Klienten wird schließlich abrupt die therapeutische Unterstützung entzogen, er erfährt seine Unzulänglichkeit. Er erkennt schließlich neue Wege zum Erreichen seiner Ziele, beginnt für sich selbst zu sorgen und erweitert die Lernerfahrungen auf das soziale Umfeld. Das Therapeutenteam zieht sich weitgehend zurück – der Klient kann für sich alleine sorgen. Diese extreme therapeutische Intervention zeigt bei verhaltensauffälligen Klienten Erfolg, bei denen andere therapeutische Interventionen versagt haben.

Literatur

Landy, E. E. & Dahlke, A. E. (1983). Vierundzwanzig-Stunden-Therapie. In R. Corsini, Handbuch der Psychotherapie (Bd. 2). Weinheim: Beltz.


 
     
 
 
 
     
 
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