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Willenspsychologie

 
     
 
auch: Psychologie des Wollens, Volitionspsychologie, die sich Anfang des 20. Jh. mit Fragen der Handlungsausführung und Zielrealisierung befaßte und deren experimentelle Erforschung eng mit N. Ach verknüpft war. Das aktuelle Moment tritt im Erleben „ich will“ hervor. Beide Momente bilden den wesentlichen Bestandteil des Willensaktes. Von diesem Vorsatz gehen „Determinierende Tendenzen“ aus, die Absichts- und Handlungsverläufe kontrollieren. Das Ausmaß, in dem das Intendierte verwirklicht werden kann, hängt von der Determination und den Widerständen (Barrieren) der Situation ab. Durch experimentelle Variation der Widerstände der Situation kann ein Maß für die Willensstärke gewonnen werden. Der enge Mitarbeiter von N. Ach, H. Dücker, entwickelte den Achschen Grundgedanken der Handlungssteuerung weiter und legte dabei den Fokus auf die vom Individuum selbst initiierten und gesteuerten Prozesse des Wollens. Er entwickelte erste Verfahren zur „Ausbildung des Wollens“ als Trainingsverfahren. Fundstücke der Willenspsychologie finden sich in Volitions-, Motivations-, Handlungs- und Kontrolltheorien (Motivation, Volition).

Literatur

Schmalt, H.-D. (1999). Konzepte und Methoden der Willenspsychologie – Narziß Ach und Heinrich Düker. In Lück, H. E. & Miller, R. (Hg.). Illustrierte Geschichte der Psychologie (2. Aufl.).Weinheim: Psychologie Verlags Union.


 
     
 
 
     
 
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