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Motivation

 
     
 
Lehre von den Motiven menschlichen Handelns oder die Antriebsseite des Verhaltens schlechthin. Versuche, Motive zu ordnen, sind seit längerer Zeit unternommen worden, wobei die starken Einflüsse von Lernvorgängen auf die menschliche Motivation aber eine genaue Aufstellung sehr erschweren. Viele Forscher haben den Unterschied zwischen angeborenen (primären) und erworbenen (sekundären) Bedürfnissen zugrunde gelegt, der eine erste Einteilung ermöglicht, aber die Wechselwirkung zwischen beiden Bereichen vernachlässigt. Die auf ein oder zwei große Themen bezogenen Motivationstheorien, wie die Libido-Theorie der Psychoanalyse, sind zwar für die praktische Orientierung gut geeignet, aber sicher nicht umfassend genug. Wenige, grundlegende Bedürfnisse, aus denen sich zahllose kulturell, familiär und kreativ geprägte Einzelmotive entwik-keln, sind das zur Zeit wohl zutreffendste Bild. Dabei rücken neben den schon immer beachteten Grundbedürfnissen wie Hunger, Durst, Atmung, geeignete klimatische Umwelt, Ausscheidung in letzter Zeit die speziell auf die menschliche Natur als Gruppenwesen und «Kulturtier» bezogenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: die Neugieraktivität, das heißt das Bedürfnis nach Reizung der Sinnesorgane im Zug einer forschenden Erweiterung des Bildes der Umwelt (ein sehr wichtiges Bedürfnis von Kindern und unter günstigen Umständen auch von Erwachsenen), das Bedürfnis nach Kontakt und bestätigenden mitmenschlichen Beziehungen (Sicherheitsbedürfnis). Hier scheinen auch die Bedürfnisse des Ich im Gegensatz zu denen des Es im Modell der Psychoanalyse angesprochen.
 
     
 
 
     
 
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