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intrinsische Motivation

 
     
   
wird in der Literatur nicht einheitlich definiert. Nach Heckhausen lassen sich mindestens sechs verschiedene Definitionsansätze unterscheiden, die jedoch darin übereinstimmen, daß intrinsisches Verhalten um seiner selbst oder eng damit zusammenhängender Zielzustände willen erfolgt und nicht bloßes Mittel zu einem andersartigen Zweck ist. Extrinsisch motiviert wäre demnach ein Verhalten dann, wenn äußere, nicht in der Tätigkeit selbst liegende Anreize im Vordergrund stehen (z.B. eine Belohnung für eine bestimmte Leistung). Integriert man die unterschiedlichen Konzeptionen von intrinsischer Motivation, lassen sich darüber hinaus folgende Merkmale auflisten, die eine Tätigkeit im wesentlichen aufweisen soll, um als intrinsisch motiviert zu gelten: Die Tätigkeit soll nicht über- oder unterfordernd sein, also die Kompetenz der handelnden Person in angemessener Weise fordern und damit ein optimales Aktivationsniveau hervorrufen. Außerdem soll sie ein freudiges Aufgehen in der Handlung selbst ermöglichen, das von Selbstvergessenheit und völliger Konzentration auf die Aufgabe (Flow) begleitet ist. Das ist vor allem bei Tätigkeiten der Fall, die den eigenen Interessen entsprechen. Desweiteren soll die Tätigkeit ein Gefühl der Selbstbestimmung vermitteln. Das Erleben von Autonomie entsteht dann, wenn das Individuum sich selbst als Urheber der Handlung wahrnimmt und nicht aufgrund äußerer Zwänge handelt (Deci & Ryan). Die Forschung zeigt übereinstimmend, daß intrinsisch motiviertes Verhalten positive Folgen nach sich zieht. So sind damit größere Flexibilität im Denken, höhere Kreativität, bessere Lernleistungen und eine positivere emotionale Befindlichkeit verbunden.

Literatur

Deci, E. L. & Ryan, R. M. (1985). Intrinsic motivation and self-determination in human behavior. New York: Plenum.

Heckhausen, H. (1989). Motivation und Handeln. Berlin: Springer.


 
     
 
 
 
     
 
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