A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Arbeitsmotivation

 
     
   
Arbeitsmotivation, befaßt sich im arbeits- und organisationspsychologischen Kontext mit der Frage, unter welchen Bedingungen sich Mitarbeiter für die Erreichung der Organisationsziele einsetzen und sich gleichzeitig an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Neben dem reinen Erkenntnisinteresse der angewandten Motivationsforschung (Motivation) steht das Bedürfnis der Praxis, aus den verfügbaren Theorien Interventionsstrategien abzuleiten. Es existiert eine Vielzahl an zum Teil recht heterogenen Modellen, die sich in a) Inhaltstheorien, b) kognitive Theorien der Zielwahl sowie c) volitionale Theorien der Zielrealisierung (Ziele) gruppieren lassen. In Inhaltstheorien wird zur Verhaltenserklärung ein inhaltliches Ziel spezifiziert, auf dessen Erreichung das Handeln ausgerichtet ist. Die Quelle für das jeweilige Handlungsziel wird in relativ überdauernden Bestrebungen der Person (Bedürfnisse, Motive, Werte) gesehen. Kognitive Theorien der Zielwahl thematisieren jene Prozesse, die zur Entscheidung für ein Handlungsziel gleich welchen Inhalts führen. Diese Ansätze zählen zur Familie der Erwartung-mal-Wert-Modelle, nach denen das Individuum seine arbeitsbezogenen Handlungsziele rational wählt, indem es die Attraktivität des jeweiligen Ziels (Wert) mit der Wahrscheinlichkeit (Erwartung), es zu erreichen, verrechnet. Jene Alternative soll schließlich gewählt werden, die den höchsten subjektiv erwarteten Nutzen verspricht. Im Mittelpunkt volitionaler Theorien steht schließlich die Frage, welche Bedingungen, Strategien und Mechanismen die Realisierung von gewählten Handlungszielen fördern. Die meisten Theorien der Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit wurden vor mehr als 20 Jahren formuliert; danach fand das Thema bei Praktikern und Forschern nur noch wenig Aufmerksamkeit. Inzwischen wird jedoch wieder für eine intensive Beschäftigung mit den Bedingungen für Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz plädiert (Katzell & Thompson, 1990), da deutlich wurde, daß die Arbeitsproduktivität nicht allein durch technische Innovationen sichergestellt werden kann. Der Erfolg eines Unternehmens hängt vielmehr wesentlich von der Bereitschaft seiner Mitarbeiter ab, sich für die Organisationsziele einzusetzen.

Literatur

Katzell, R. A. & Thompson, D. E. (1990). Work motivation: Theory and practice. American Psychologist, 45, 144-153.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Arbeitsmethodik
Arbeitsorganisation
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Spontanerholung | Klinische Beurteilung der Abwehrmechanismen | Chronobiologie
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon