A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Zärtlichkeit

 
     
   
lebenswichtige Empfindung, die bereits ein Säugling von Anfang an über den Hautkontakt und die weiche Stimme der Mutter fühlt. Der Heranwachsende löst sich zunächst von den Eltern und lehnt zärtliche Berührungen eher ab.Sobald die Pubertät einsetzt und die ersten erotischen „Kräfte“ im Jugendlichen erwachen, keimt auch wieder das Verlangen nach Zärtlichkeit auf, das sich nun aber auf den zukünftigen Liebespartner bezieht. Wie ein Säugling einst auf die Mutter bezogen war, so sind Liebende zeitweise ausschließlich aufeinander bezogen und so eng aneinander gebunden wie Mutter und Kind. Zärtlichkeit können wir in Selbsterfahrungsgruppen („Schulen der Zärtlichkeit“) erlernen, und wir können sie spielerisch erleben, um unsere Fähigkeit darin zu schulen. Durch Berührungen und Körperkontakte soll (wieder) gelernt werden, die verkrampften Gefühle zu lösen und sich zu entspannen, aus der inneren Vereinsamung zu kommen und ein Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens zu vermitteln. Zärtlichkeit braucht nicht unbedingt Worte, um sie auszudrücken, sondern vor allem die Berührung (z.B. durch Streicheln). So wie dadurch beim Säugling das Wachstum gefördert wird, helfen sie auch dem alten Menschen, das Leben zu verlängern. Durch Berührungen werden Hormone freigesetzt, die das Gefühl der Behaglichkeit und Geborgenheit vermitteln. Wie empirische Studien nahelegen, ist das Bedürfnis nach Zärtlichkeit bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Dies hängt vielleicht auch damit zusammen, daß in der Haut der Frau weit mehr empfindliche Nervenenden liegen als in der Haut eines Mannes.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Zapping
Zauberei
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Dysmetrie | Allgemeiner Interessen-Struktur-Test/Umwelt-Struktur-Test | Interaktionsanalyse
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon