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Vertrauen

 
     
   
ist die Überzeugung, daß man sich auf den Schutz seiner Mitmenschen oder auch auf die eigene Stärke und die Gunst des Schicksals verlassen kann. Der amerikanische Psychoanalytiker E. H. Erikson spricht vom »Urvertrauen«, das ein Kind bereits in den ersten Lebensmonaten erwirbt. Es hängt ebenso wie die weitere Entwicklung von dem Maß der Liebeszuwendung und Anerkennung ab, das ein Mensch erfährt. Wenn das Vertrauen nicht entstehen kann oder enttäuscht wird, ist es späterhin schwierig oder sogar unmöglich, neue Beziehungen einzugehen. Der eigene Wert wird bezweifelt. Das Verhältnis zwischen Vertrauen und Mißtrauen richtet sich nach der Summe der Erfahrungen, die man mit der Liebe und dem Schutz der anderen wie mit der eigenen Stärke gemacht hat. Freilich gehen in spätere Erfahrungen immer schon die Erwartungen ein, die sich aus früheren Erlebnissen ergaben. Wer unsicher geworden ist, handelt unsicher; wer auf sein Glück vertraut, mag es dadurch begünstigen. Viele Menschen stellen ihr Vertrauen immer neu (etwa als Abenteurer) auf die Probe. Andere finden es nur in dem Glauben an eine überirdische Vorsehung. Grabbe wußte seinen Helden Hannibal nur noch mit der Erkenntnis zu trösten: »Ja, aus der Welt können wir nicht fallen. Wir sind einmal darin.«
 
     
 
 
 
     
 
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