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Balance-Theorie

 
     
   
Balance-Theorie, von F. Heider formuliert, ist den Konsistenztheorien zuzuordnen, die ein ausbalanciertes kognitives System als Zielgröße implizieren. Die Balance-Theorie analysiert primär die Ausgeglichenheit bzw. Unausgeglichenheit von (triadischen) Beziehungen, die eine Person P zwischen sich, einer weiteren Person O und einem Objekt X (Ereignis, Meinung, Drittperson) wahrnimmt. Die Balance-Theorie gibt Auskunft, wann eine solche triadische Beziehung von der Person P als balanciert oder nicht balanciert wahrgenommen wird. Unbalancierte Triaden, z.B. P hat eine positive Beziehung zu O, aber eine negative Beziehung zu X, und zwischen O und X besteht eine positive Beziehung, erzeugen einen unangenehmen Spannungszustand und die Motivation, wieder einen balancierten Zustand herzustellen. Ein balancierter Zustand ist immer dann gegeben, wenn das triadische System eine gerade Anzahl negativer oder gar keine negativen Beziehungen enthält. Wie neuere empirische Studien zur Balance-Theorie darauf hinweisen, können die ursprünglichen balance-theoretischen Annahmen die Komplexität triadischer Systeme nicht ausreichend erfassen. Sie erlaubt keine zuverlässigen Aussagen darüber, in welcher Richtung Unbalanciertheit abgebaut wird.

Literatur

Stahlberg, D. & Frey, D. (1987). Konsistenztheorien. In D. Frey & S. Greif (Hrsg.), Sozialpsychologie. Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen. München: Psychologie Verlags Union.
 
     
 
 
 
     
 
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