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deduktiv-nomologische Erklärung

 
     
   
nach Hempel und Oppenheim. Ein ein zu erklärendes Ereignis (Explanandum; z.B. geschlechtsspezifische Differenzen bei aggressivem Verhalten) wird logisch zurückgeführt auf zwei Prämissen (Explanans), nämlich bestimmte Gesetzmäßigkeiten (bzw. theoretische Konstrukte; z.B. eine differentielle Anlage-Umwelt-Theorie der Aggression, die soziale Lernvorgänge und biologische Aspekte der Entstehung geschlechtsabhängiger Aggression berücksichtigt) und bestimmte Randbedingungen (Antezedensbedingungen). Der wissenschaftliche Wert einer so begründeten differentialpsychologischen Erkenntnis ermißt sich dabei nicht nur an der zu prüfenden empirischen Geltung der verwendeten theoretischen Konstrukte, sondern auch an der logischen Widerspruchsfreiheit, der Einfachheit, dem Integrationswert und auch an der Anwendbarkeit der Theorien. Dieses methodologische Schema der wissenschaftlichen Erklärung ist seiner Herkunft nach primär auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus Gegenstandsbereichen unbelebter Systeme (Physik, Chemie, Astronomie etc.) ausgerichtet. Die Möglichkeit der Kausalerklärung auf der Basis von Theorien mit Wirkursachen (z.B. Fallgesetz: Verhalten eines fallenden Körpers wird durch Schwerkraft etc. verursacht) steht hier im Vordergrund.


 
     
 
 
 
     
 
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